Fünfter Dezember des Blindnerd-Adventskalenders 2023, Forschende Frauen

Meine lieben,
auch heute würdigen wir am 05.12.2023 eine Frau, die es schwer hatte, sich einer von Männern dominierten Wissenschaft, der Chemie, zu etablieren.

Rosalind Franklin, eine herausragende Chemikerin des 20. Jahrhunderts, spielte eine entscheidende Rolle in der Erforschung der molekularen Struktur von DNA, RNA, Viren, Kohlenhydraten und Kohlenwasserstoffen. Obwohl ihr Name nicht so oft genannt wird wie der von James Watson und Francis Crick, den Entdeckern der DNA-Doppelhelix, verdient Franklin Anerkennung für ihre bedeutenden Beiträge zur Wissenschaft. Dieser Artikel wirft einen Blick auf das Leben, die Arbeit und das Vermächtnis dieser bemerkenswerten Forscherin.

Lebensweg:
Rosalind Elsie Franklin wurde am 25. Juli 1920 in London geboren. Ihre frühe Leidenschaft für Naturwissenschaften führte sie dazu, an der Universität Cambridge zu studieren, wo sie einen Abschluss in Physik erwarb. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte sie zur Chemie und spezialisierte sich auf Röntgenkristallographie, eine Technik, die bei der Bestimmung der dreidimensionalen Struktur von Molekülen hilfreich ist.

Beiträge zur DNA-Forschung:
In den frühen 1950er Jahren begann Franklin an King’s College London zu arbeiten, wo sie Röntgenaufnahmen von DNA-Molekülen erstellte. Ihre bahnbrechenden Arbeiten zeigten, dass die DNA eine Helixstruktur aufweist. Leider wurden ihre Forschungsergebnisse ohne ihre Zustimmung weitergegeben, will sagen, da hat wohl jemand geklaut und plagiiert.

Die Entdeckung der DNA-Doppelhelix:
Obwohl James Watson und Francis Crick, beides Männer, oft als die Entdecker der DNA-Doppelhelix bezeichnet werden, basierten ihre Modelle maßgeblich auf den Arbeiten von Rosalind Franklin. Ihre präzisen Röntgenaufnahmen dienten als Grundlage für die Entwicklung des berühmten DNA-Modells. Ironischerweise erhielt Franklin nie die gebührende Anerkennung für ihre entscheidenden Beiträge.

Andere wissenschaftliche Beiträge:
Franklins Beitrag beschränkte sich nicht nur auf die DNA-Forschung. Sie trug auch zur Aufklärung der Struktur von Viren, Kohlenhydraten und Kohlenwasserstoffen bei. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse haben das Verständnis der molekularen Biologie und Chemie erheblich erweitert.

Vermächtnis:
Rosalind Franklin verstarb tragischerweise im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Ihr Vermächtnis lebt jedoch in der Wissenschaft fort. In den letzten Jahrzehnten wurde ihr zunehmend die Rolle anerkannt, die sie bei der Entschlüsselung der DNA-Struktur gespielt hat. Zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen und Preise tragen heute ihren Namen, um ihre bedeutenden Beiträge zu würdigen.

Fazit:
Rosalind Franklin war zweifellos eine brillante Wissenschaftlerin, deren Arbeit die Grundlage für viele Fortschritte in der Molekularbiologie legte. Ihre Fähigkeiten in der Röntgenkristallographie und ihre Entschlossenheit, die Geheimnisse des Lebens auf molekularer Ebene zu enthüllen, machen sie zu einer der bedeutendsten Chemikerinnen des 20. Jahrhunderts. Es ist wichtig, ihr Erbe zu schätzen und die Anerkennung zu würdigen, die sie für ihre wegweisenden Beiträge zur wissenschaftlichen Forschung verdient.

Damit lassen wir es mal für heute bewenden und kommen wie bei jedem Türchen einer weiteren weihnachtlich-literarischen Geschichte aus dem Kreise des Arbeitskreises Blautor.de.

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