Sonnengesänge und Gedichte zu Kantate 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

Heute 10.05.2020 ist im Kirchenjahr der Sonntag Kantate. Das ist immer der 04. Oder 05. Sonntag nach ostern, je nach dem, auf welches Datum Ostern fällt.
Übrigens ist heute auch Muttertag. Gerade in der Krise sind vor allem Mütter über alle Maßen belastet und werden nun erst sehr zögerlich von der Politik unterstützt. Man muss hier wirklich diskutieren, welches Gesellschaftsbild das dokumentiert.
Die Frauen in unserer Gesellschaft tragen momentan die Hauptlast der Corona-Krise. Seien wir uns dessen bewusst.
Ich möchte diese Problematik nicht unerwähnt lassen, obgleich dieser Artikel nicht Gegenstand dieses Problems sein kann.
Also, kehren wir zurück zu Kantate.

Kantate ohne Kantaten

Ab heute dürfen in Baden-Württemberg wieder Gottesdienste mit Besucherbegrenzung und genügend Abstand stattfinden. Allerdings darf die Gemeinde nicht singen. Das ist insbesondere an Kantate, wo normalerweise viel gesungen wird, eine Situation, mit der man erst mal fertig werden muss. Hier ist nun wirklich viel Phantasie der Pfarrer*innen, Liturg*innen, Chorleiter und allen, die Gottesdienste gestalten, gefragt.
Hautnah erlebe ich es durch meinen Mitbewohner, der Kirchenmusiker und Chorleiter ist, wieviel Arbeit er in den letzten Wochen in die Gestaltung von Online-Gottesdiensten stecken musste. Unglaublich, welche Kreativität hier zutage kam. Zum Glück ist unser Haushalt mit ausreichend hochwertiger Tontechnik ausgestattet, so dass derlei möglich ist.
Gerade in Krisenzeiten ist Gesang und Musik etwas ganz wichtiges. Und gerade dieses darf man jetzt nicht gemeinsam praktizieren. Leider finden in meinem Wohnort bisher noch keine Balkongesänge nach dem Vorbild Italiens statt.
Deshalb habe ich mir, wie soll es anders sein, mal überlegt, welche Gesänge es so mit astronomischem Bezug gibt. Heute wenden wir uns zu Kantate mal Gesängen zu, die das offensichtlichste astronomische Objekt, unsere Sonne, besingen. Manche dieser “Gesänge” sind auch Gedichte, aber oft werden aus Gedichten oder deren Teilen später Lieder komponiert.

Motivation für Sonnengesänge

Gründe, die Sonne zu besingen, gibt es reichlich. Zunächst verdanken wir ihr unser Leben. Sie spendet Wärme und Licht. Durch ihren Auf- und Untergang erlebte die Menschheit Tag und Nacht. Es kann sein, dass die runde Sonnenscheibe die Erfinder des Rades inspirierte. Schon in der Antike fuhr sie als Sonnenwagen über den Himmel. Erst seit 100 Jahren ungefähr wissen wir, was sie für ein Kraftwerk ist und wie sie funktioniert. Dieses tritt aber in den Hintergrund, wenn man die Gesänge betrachtet, in denen Menschen ausdrückten, wie sie den Stern von dem wir leben empfinden.

Die liebe Sonne

Man könnte sagen, dass die Sonne unsere erste Liebe ist.
In meinem vorigen Artikel “Die Strahlkraft der Sonne” wird die Solarkonstante erwähnt, die Auskunft über die Intensität der Sonnenbestrahlung der Erde gibt. Daneben könnte man durchaus auch von einer poetischen Solarkonstanten sprechen, einen Heliozentrismus der Begeisterung, eine Anbetung aus hymnischer Sprache.
Durch alle Zeiten hindurch von der Antike bis heute hat die Menschheit nicht davon abgelassen, die Sonne zu besingen, zu loben, ihr zu danken oder sie gar anzubeten.
Die Liebe zur Sonne, das extatische Bekenntnis zu unserem Zentralgestirn, die hymnische Hinwendung zum wärmenden Kern unserer Welt verbindet Völker und Erdteile.

Sonnengesänge

Die Sonnengesänge aller Zeiten bilden quasi einen großen Choral.
Es ist ganz erstaunlich, dass die Sonnengesänge durch alle Epochen hindurch nahezu dieselben sprachlichen Wendungen benutzen.
Hören wir nun etwas in Sonnengesänge hinein, wie sie einander zurufen:

So dichtete Ingeborg Bachman, Dichterin des 20. Jahrhunderts in ihrem Hymnus an die Sonne:

Nichts schöneres unter der Sonne, als unter der Sonne zu sein.

Hier ein Artikel dazu.

Wie ein Echo von vor 3000 Jahren erklingt die Stimme Echnatons, des ägyptischen Sonnengottes:

Schön erscheinst Du im Lichtland des Himmels, Du lebende Sonne, die das Leben bestimmt.

Zum Echnatons Sonnenhymnus

Der wohl bekannteste Sonnengesang des Mittelalters dürfte derjenige des Heiligen Franz von Assisi für viele sein. Es ist ein Lobpreis auf den “Bruder Sonnenstern, der uns den Tag herauf führt und Licht mit seinen Strahlen, der schöne, spendet”.
Entstanden ist dieser Sonnengesang im 12. Jahrhundert, als Franz von Assisi schon krank dem Ende seines Lebens nahe war. Es wird hier nicht die Sonne angebetet, aber sie wird als Bruder bezeichnet.
Hier gehts zum Sonnengesang.
Bis heute werden Teile dieses Gesangs beispielsweise in Taizé gebetet und gesungen.

Der aufgeklärte Skeptiker des 16. Jahrhunderts Michel de Montaigne, beginnt seinen Sonnengesang so:

Dies große Sonnenlicht, dies Auge aller Welten

der frühchristliche Mystiker Melito von Sar- des, der die Sonne mit großer Andacht untergehen sieht, schreibt:

“Sich badend in geheimnisvolle Tiefe jauchzt sie auf gar sehr. Das Wasser ist ihre Nahrung…

Anderthalb Jahrtausende später beklagt Charles Baudelaire den Sonnenuntergang:

Wie ist die Sonne schön, die in ganz frischem Steigen, wie eine Explusion aus gutem Morgen schickt.
Glückselig der, der noch voll Liebe nach ihr blickt.
Sieht er sie wunderbarer als ein Traum sich neigt

Ungeachtet seiner absolutistischen Herrschaft, darf an dieser Stelle neben Echnaton, der oben erwähnt wurde, der Sonnenkönig Ludwig XIV nicht unerwähnt gelassen werden. Er nimmt sich die Sonne als Vorbild und stimmt ein:

Als Bild wählte ich die Sonne. Sie ist ohne Zweifel das lebendigste und schönste Sinnbild eines großen Fürsten. Sowohl deshalb, weil sie einzig in ihrer Art ist, als auch durch den Glanz, der sie umgibt. Durch das Licht, das sie den anderen Gestirnen spendet, die gleichsam ihren Hofstaat bilden
Durch die gerechte Verteilung des Lichts über die verschiedenen Himmelsgegenden der Welt, durch die Wohltaten, die sie überall spendet, durch das Leben, die Freude und die Tätigkeit, die sie überall weckt, durch ihre unaufhörliche Bewegung, bei der sie trotzdem stets in Ruhe zu schweben scheint, durch ihren ständigen und unveränderlichen Lauf, von dem sie niemals abweicht.

Friedrich Leopold Graph zu Stollberg beginnt seinen Sonnengesang mit Jauchzen und loben aus Sicht des Lebens und der Erde. Dann nimmt dieser Gesang eine interessante Wendung. Er lässt, wie in der Schöpfungsgeschichte Gott dem Menschen seine Aufgaben zu wieß, Gott zur Sonne sprechen. Sie soll Leben spenden und muss menschengleich mit dem jüngsten Gerichte rechnen, mit allen Konsequenzen, die das haben könnte. Die Sonne könnte mit anderen Sternen bei Nichtgefallen mückengleich in einen Teich stürzen. Sie wird hier im Grunde vermenschlicht…

Bei Emanuel Kant ist die Sonne ein glühendes Inferno. Ja, solche Sonnengesänge gibt es auch.

Sonnengesänge in der europäischen Klassik

Der englische Komponist Gustav Holst schuf in den Jahren 1914 – 1916 sein Opus 32 “Die Planeten” suite für Orchester. Hier werden in mehreren Sätzen nahezu alle Körper des Sonnensystems auskomponiert und gehuldigt.
Etwas vergleichbares ist mir von anderen Komponisten so nicht bekannt. Weder Haydns Merkur, noch Mozarts Jupiter hatten etwas vergleichbares versucht.

Unerwähnt darf ich an dieser Stelle unbedingt den gewaltigen C-Dur-Akkord aus Haydns Oratorium Die Schöpfung lassen. Nachdem Gott in der Genesis “Es werde Licht” sprach, heißt es weiter “und es ward Licht”. Bei diesem Wort “Licht” bricht dieser Akkord mit einer Gewalt und Klarheit hervor, dass es mir jetzt, wo ich das niederschreibe kalt den Rücken herunter läuft.

Nicht zuletzt dürften einige von uns noch einige Morgenlieder aus der Schule oder dem Kirchengesangbuch kennen, in welchem die Sonne oft gehuldigt wird.

Für all das gibt es Klangbeispiele auf Youtube. Da ich aber nicht beurteilen kann, welche am besten gespielt sind, lasse ich euch an dieser Stelle selbst forschen.

Die Sonne in moderner Musik

Die Gruppe Schiller brachte vor einigen Jahren ein Album Namens Sonne heraus. Somit wird ihrer sogar in heutiger sehr moderner Musik, in Rock, Pop, Tecno etc. gedacht. Ach ja, den Ohrwurm der Beatles “Here comes the Sun” und das Lied aus dem Film “Hair” “Let the Sunshine in” fallen mir da auch noch spontan ein.

Es gibt noch unzählige Sonnengesänge, Gebete an die Sonne und Gedichte über sie. Damit könnte man Bücher füllen.
Ein Buch, was mich zu diesem Artikel inspirierte, war das Buch “Die Sonne” von Dieter Hildebrandt.
Deshalb schließe ich nun mit einem ganz wunderbaren Sonnengesang von Andreas Gryphius:
Bis zum nächsten Mal grüßt euch
Euer Blindnerd.
——————–

Andreas Gryphius – Morgensonett

Die ewighelle Schar will nun ihr Licht verschließen;
Diana steht erblaßt; die Morgenröte lacht
Den grauen Himmel an, der sanfte Wind erwacht
Und reizt das Federvolk, den neuen Tag zu grüßen.
Das Leben dieser Welt eilt schon die Welt zu küssen
Und steckt sein Haupt empor; man sieht der Strahlen Pracht
Nun blinkern auf der See. O dreimal höchste Macht!
Erleuchte den, der sich jetzt beugt vor deinen Füßen!
Vertreib die dicke Nacht, die meine Seel umgibt,
Die Schmerzensfinsternis, die Herz und Geist betrübt!
Erquicke mein Gemüt und stärke mein Vertrauen!
Gib, daß ich diesen Tag in deinem Dienst allein
Zubring! und wenn mein End und jener Tag bricht ein,
Daß ich dich, meine Sonn! mein Licht! mög ewig schauen!

hier ist noch eine Version in der Orthografie der Barockzeit:

DIe ewig helle schar wil nun jhr licht verschlissen /
Diane steht erblaßt; die Morgenrötte lacht
Den grawen Himmel an / der sanffte Wind erwacht /
Vnd reitzt das Federvolck / den newen Tag zu grüssen.
Das leben dieser welt / eilt schon die welt zu küssen /
Vnd steckt sein Haupt empor / man siht der Stral? pracht
Nun blinckern auf der See: O dreymal höchste Macht
Erleuchte den / der sich jtzt beugt vor deinen Füssen.
Vertreib die dicke Nacht / die meine Seel vmbgibt /
Die Schmertzen Finsternüß die Hertz vnd geist betrübt /
Erquicke mein gemüt / vnd stärcke mein vertrawen.
Gib / daß ich diesen Tag / in deinem dinst allein
Zubring; vnd wenn mein End’ vnd jener Tag bricht ein
Daß ich dich meine Sonn / mein Licht mög ewig schawen.

Die Sonne tönt – Klingel oder Orgelpfeife


Liebe Leserinnen und Leser,

Viele von uns haben es noch in der Schule gelernt:
“Die Sonne tönt nach alter Weise,
in Bruder Sphären Wettgesang.
Und ihre vorgeschrieb’ne Reise,
vollendet sie mit Donnergang…”
Goethes Prolog im Himmel aus Faust I.

Mit der eher esoterischen Idee von Sonnenton, Erdenton und klingender Himmelsmechanik, haben wir uns in “Das Ohr am Teleskop” und “klingende Planetenbahnen” beschäftigt.
Schon klar, niemand kann die Sonne hören. Schon alleine deshalb nicht, weil 149 Mio Kilometer Vakuum zwischen ihr und uns liegen.

Es gibt aber in der Tat Gründe, sich damit zu beschäftigen, ob die Sonne klingt und schwingt, wie Schallwellen sich im Stern fortpflanzen, ob sie eher Glocke oder Orgelpfeife ist und vieles mehr.
Der Hauptgrund ist das Problem, dass wir nicht in die Sonne hinein sehen können. Was wir von ihr sehen, ist ihre Photosphäre, die alles überstrahlt und keinen Blick nach innen zulässt. Ich habe schon im vorigen Artikel erwähnt, dass uns ein Neutrino-Teleskop den Blick nach innen gewähren würde. Dieses wird es aber aufgrund der Eigenschaft, dass Neutrinos quasi mit nichts wechselwirken, nie geben. Mit Radio-Teleskopen kann man je nach dem, welche Wellenlänge man betrachtet, ein bisschen unter die Oberfläche schauen, aber auch nicht wirklich in den Stern hinein.

Vieles, was wir über das Innere von Sternen, und was dort passiert wissen, kommt aus Simulationen am Computer. Man spielt beispielsweise mit den Verhältnissen von Wasserstoff, Helium Metallen und Massen herum, und passt die Modelle an, bis sie das tun, was wir auch beobachten.
Mit “Metallen” meinen Astronomen alle Elemente, die schwerer als Wasserstoff und Helium sind, weil die Hauptsache, die in einem Stern passiert, die Fusion von Wasserstoff zu Helium ist. Somit reduzieren Astronomen häufig den Rest der Chemie auf “Metalle”.

Und an dieser Stelle wird die Sache etwas absurd. Wir beobachten, dass die Sonne brodelt. Wir sehen, dass die Sonne schwingt. Wir hören leider nicht, wie sie klingt, obwohl der Schall im Stern enorm sein muss und neben der Konvektion für das Wallen, Brodeln, pulsieren und Schwingen des Sterns verantwortlich ist.
Die Sonne ist ein einziger riesiger Resonator.
Die Schwingungsmuster an ihrer Oberfläche verraten den Sonnenforschern viel über das Innere der Sonne, z. B. was sich in ihren Schichten tut, wie innere Schichten rotieren, man kann überprüfen, ob die Modelle des inneren der Sonne, z. B. Temperatur etc. ungefähr passen, und vieles mehr.
Heute greifen wir nur ein Klang-Phänomen heraus. Es ist gut möglich, dass hier noch weitere Artikel über die Astroseismologie folgen werden.

Schwingende Saiten

Im eindimensionalen, ist eine gespannte Saite das einfachste, was man sich schwingend und klingend vorstellen kann. Sie ist gespannt an zwei festen Punkten aufgehängt und schwingt, wenn man sie anspielt. An den Aufhängungen nicht, aber in der Mitte schwingt sie am meisten. Bei tiefen Instrumenten, z. B. bei einem E-Bass kann man das sogar sehen. Die Saite wird durch ihre relativ große Amplitude verwaschen im Bild. Teilt man nun die Saite in der Mitte, so erhält man die doppelte Frequenz. Bei Flageolett-Tönen, wo man die Mitte der Saite nicht ganz drückt, sondern nur leicht abdempft, schwingt dann die linke Hälfte stets gegenläufig zur rechten. Der Flageolett-Punkt schwingt, wie die beiden äußeren Aufhängungen der Saite nicht. Man nennt das auch Knoten.
Wir haben also die Aufhängungen der Saite und dazwischen in der Mitte einen Knoten. Links und Rechts davon jeweils einen Bauch. Musikalisch erklingt die Oktave. Diese schwingt doppelt so schnell, wie der Grundton der Seite.
Teilt man die Saite in Drittel,
bekommt man die Quinte, dann die nächste Oktave, die Quarte usw.
Die hier entstehenden übereinander geschichteten Töne nennt man in der Physik die Harmonischen.
Spielt man ein Instrument, so erklingen immer einige dieser Harmonischen gleichzeitig. Dieser Zusammenklang macht die Charakteristik, macht den Klang, macht den Sound des Instruments aus.
Im Grunde ist die Saite durch ihre Schwingung und ihre Obertöne in der Zeitlupe dann auch wellig, bzw. gekräuselt.

Schwingende Flächen

Wir gehen nun einen Schritt weiter in unserer akustisch-visuellen Beobachtung.
Es gibt aus dem 17. Jahrhundert einen interessanten Versuch des Physikers Chladni
Ernst Florens Friedrich Chladni, der 1787 die Schrift Entdeckungen über die Theorie des Klanges veröffentlichte, tat folgendes:
Er nahm eine Glasscheibe und spannte diese wagerecht an einer Ecke in eine Klemme. Dann bestreute er sie mit Sägespänen. Nun strich er den Rand der Scheibe mit einem Geigenbogen an, um sie in Schwingung zu versetzen. Die Vibration brachten nun die Sägespäne zum Hüpfen. Nun ist es aber so, dass es nun auch auf der Fläche Knoten gibt, die nicht schwingen. Andere Orte schwingen so stark, dass die Späne quasi abgeschüttelt werden. Es entstehen nun Muster aus Orten, wo sich die Späne sammeln, und Orten, wo nachher keine mehr sind, weil sie vertrieben wurden.
Je nach dem, wo und wie Kladny die Scheibe mit seinem Bogen anstrich, änderten sich diese Muster. In manchen Erlebnisparks, z. in Schloss Freudenberg, ist dieser Versuch zum selbst ausprobieren, aufgebaut.
Im Gegensatz zur Welle einer Saite, hat man nun schon eine gekräuselte Oberfläche auf der zweidimensionalen Scheibe.
Auf ein Musikinstrument übertragen, entspricht diese Situation z. B. auch einer Trommel, wo das Trommelfell über den Körper der Trommel gespannt ist.

Und nun überlegen wir uns im nächsten Schritt, wie sich das ganze mit unserer Sonne verhält, die ein Gasball ist.

Die schwingende Sonne

Ich sagte schon, dass die Sonne brodelt. Gasblasen steigen auf und vergehen, wegen des Wärmeaustausches. Selbiges geschieht in der Küche im Kochtopf. Da die Ränder der blasen, auch Granulen genannt, kühler sind, leuchtet die Sonne dort stets etwas dunkler. Auch durch den Dopplereffekt kann man sehen, wenn sich eine Granule auf uns zu bewegt. Dann ist das Licht etwas ins blaue hinein gestaucht. Ins rote, wenn sich eine von uns entfernt, z. B. auflöst.
Die Frage ist nun, ob dieses Geblubber analog zum Weinglas auch den ganzen Stern zum Schwingen bringt.
Der Kochtopf wird ja auch vom kochenden Wasser in Schwingung versetzt und mit ihm meist auch der ganze Herd samt Arbeitsplatte.
Manche Wasserkocher beginnen regelrecht zu singen mit Obertönen etc, wenn das Wasser langsam zu kochen beginnt.
Wie das ganze System schwingt, hängt beispielsweise davon ab, woraus die Küche gemacht ist, wie alles miteinander verbaut ist etc.
Der Schall pflanzt sich in unterschiedlichen Materialien und unterschiedlichen Aggregatzuständen (gasförmig, flüssig, fest) unterschiedlich schnell fort. Das machen Seismologen sich zu Nutze, um das innere der Erde zu erforschen. Plattentektonik, Vulkane erzeugen Schall. Das kann für Frühwarnsysteme unverzichtbar sein. Manchmal erzeugt man auch künstlich Schall, um ihn an anderer Stelle zu empfangen, um Rückschlüsse darüber zu erlangen, ob er beispielsweise durch eine Gasblase oder eine Flüssigkeit gegangen ist.

Das geht so natürlich bei der Vermessung unserer Sonne nicht. Dennoch lohnt es sich, das ganze Geblubbere und Gewabere auf ihrer Oberfläche zu beobachten. Genau das tut die Astroseismologie. So fand man beispielsweise eine Schwingung des ganzen Sterns, die sich alle fünf Minuten wiederholt. Das bedeutet, dass die Sonne sich alle fünf Minuten mal etwas aufbläht, um anschließend wieder zu schrumpfen. Man hat auch noch andere Schwingungsmuster gefunden. In diesem Sinne verhält sich unsere Sonne, als wäre sie eine Art Gong. Angeschlagen wird er von den sich stets verändernden Granulen, die wie Regen auf einem Blechdach den ganzen Stern quasi zum “klingen” bringen.
Die Nasa hat das mal sonifiziert, wobei ich jetzt nicht weiß, ob sie den Fünf-Minuten-Rhythmus oder eine andere Eigenschwingung verwendet hat.

So klingt unsere Sonne

Die Materie an der Oberfläche der Sonne wird in erster Linie durch
die Granulation bewegt. Die in ihr aufsteigenden und absinkenden
Materieballen haben Durchmesser von etwa 1500 Kilometern. Das ist
ein Zehntel Prozent des Sonnendurchmessers. Der Doppler-Effekt
verrät uns ihre Geschwindigkeiten: diese liegen etwa bei einem Kilometer in der Sekunde. Innerhalb von Minuten lösen sie sich auf, um neuen Granulen Platz zu machen. Zu den Granulen kommen noch die Supergranulen, langsamer in ihrer Bewegung, doch größer und beständiger.

Lange schon weiß man, dass es Sterne gibt, die sich innerhalb von Tagen aufblähen und wieder zusammen ziehen. Man weiß auch, dass Sterne verschiedener Masse, alters und Lebensstadium unterschiedlich schwingen und sich deutlich in ihrer Bildung von Granulen unterscheiden.

Die Schallwellen in der Sonne verraten uns, wie unterschiedlich schnell sich einzelne Schichten bewegen. Erst tief in ihrem Innern dreht sie sich, wie ein starrer Körper, z. B. die Erde. Die anderen Schichten darüber laufen z. B. dieser Drehung voraus. Als Gasball kann die Sonne das so tun. Ganz erforscht und verstanden ist das aber alles bis heute noch nicht. Die neue Raumsonde, der Solar.Orbiter, wird uns hier sicherlich noch viel neue Erkenntnis verschaffen.

Man könnte noch sehr viel mehr über die Astroseismologie schreiben.
Ich habe hier alles natürlich nur sehr vereinfacht darstellen können, ansonsten wäre der Artikel ein Buch geworden.

Jetzt hoffe ich, dass ihr die Faszination mit mir teilt, dass die Sonne in einem gewissen Sinne quasi ein Gong ist.

Und damit verabschiede ich mich für heute.
Es grüßt euch
euer Gerhard.

Astroplauderei


Seid herzlich gegrüßt,

heute möchte ich euch mal wieder etwas für die Lauscherchen anbieten.
Es hat durchaus mit “Das Ohr am Teleskop” zu tun.
Und das erwartet euch:

Nach einer kurzen Einführung geht es zu einer Podcast-Folge von Merkst.de, die Stephan Merk, der Macher dieses sehr hörenswerten Podcastes, mit mir aufgenommen hat.
“Vielen Dank, lieber Stephan für diese Ehre. Es hat mir sehr viel Freude bereitet.”
Er ist einer der größten Blogger und Podcaster, der mir in der Blinden- und Sehbehindertenwelt, bekannt ist. Meistens podcastet er über Audio- und andere Technologien, aber nun hat er sich entschlossen, mal einige Interviews mit Menschen aus der Community zu führen, die irgendwie etwas außergewöhnliches machen. Da liegt es natürlich nahe, dass er mal auf mich mit meinem seltsamen Hobby stieß.
Eigentlich gehört hier der Link zu Stephans Projekten hin, aber dann lest ihr vielleicht hier nicht mehr weiter, also später…

Bevor es los geht:
Ich möchte an dieser Stelle für alle, die vielleicht nicht so mit dem Format des Podcasts vertraut sind darauf hinweisen, dass ein Podcast etwas viel freieres, als ein Interview ist.
Das werdet ihr beim Hören merken. Da wird manchmal abgeschweift, man hört Gedankensprünge und manchmal werden Sätze vor Begeisterung und im Überschwang vielleicht nicht ganz zuende gesprochen. Aber das ist eben Podcast. Man ist hier nicht in ein enges Korsett einer Radiosendung zwischen Musik, Werbung und Zeitvorgaben gepackt.
Was Podcasts sind und wieso ich sie so sehr liebe, verlinke ich weiter unten nochmal.
Also trafen wir uns virtuell und plauderten über Astronomie.
Als Einführung und Vorspann, als Vorstellungsrunde sozusagen, hört ihr ein Interview, das Stephan im letzten Frühjahr auf der Sightcity 2018 in Frankfurt mit meinem Arbeitskollegen führte. Der erzählt darüber, was unser Studienzentrum für Sehgeschädigte ist, welche Unterstützung wir anbieten, was bei uns studiert wird, und welche Hilfsmittel und Technologien bei uns eingesetzt werden, um ein Studium in Inklusion zu ermöglichen.
Diese Einführung mit meinem Freund und Kollegen ist mir ganz wichtig, denn ohne das Zentrum, an dem ich seit nun mehr zwanzig Jahren tätig bin, könnte ich meine Vorträge, Seminare und Freizeiten niemals in dieser Qualität anbieten.

“Dank an unser ganzes Team, dass ihr mich mit eurer Kraft und Arbeit hier unterstützt.”

Nach diesem Vorspann, der dauert etwa 13 Minuten, geht es dann ungefähr 90 Minuten auf meine Sternenreise mit Stephan.

Unten in dem Blogbeitrag findet ihr dann noch einige Links die die angesprochenen Themen etwas vertiefen und natürlich auch zu Stephans Projekten führen.

Nun Mixe sich wer mag, einen pan galaktischen Donnergurgler, oder auch was anderes,
lehnt euch zurück, klickt auf den Podcast und habt Freude mit dem Interview.
Zur Podcast-Folge auf Merkst.de
Interview als herunterladen.

Zu Stephan und seinen Projekten findet ihr hier.

Link Wieso ich Astronom wurde, erklärte ich euch
in Wieso ich Astronom wurde

Wer sich für mein Buch interessiert, hier in Kürze die wichtigsten Daten.
Titel:
“Blind zu den Sternen – Mein Weg als Astronom”

Autor: Gerhard Jaworek
Erschienen im Aquensis-Verlag Baden-Baden unter der Rubrik Menschen am 01. Oktober 2015
ISBN: ISBN: 978-3-95457-134-5

Buchrückseite:
Wie kann ein blinder Mensch eine Liebe zur Astronomie entwickeln, ohne je einen Stern gesehen zu haben? Gerhard Jaworek, Diplom-Informatiker am Karlsruhe Institut für Technologie (KIT), gilt medizinisch als vollblind.
Trotzdem ist Astronomie seine Leidenschaft. In diesem Buch beschreibt er lebendig und anschaulich, wie sein naturwissenschaftliches Interesse und seine Neugierde schon im Kindesalter geweckt wurden, wie er sich diese Welt mit seiner Blindheit erobern konnte und welche Chancen die Astronomie für gelebte Inklusion bietet.

Das Buch ist im Handel für 14 Euro erhältlich es gibt es als Papier-Version, als Ebook und für mitglieder der Blindenhörbüchereien wurde es in Marburg aufgelesen.

“Mit dem Ohr am Teleskop” heißt eine Serie auf meinem Blog die Astronomie unter dem Höraspekt betrachtet.
Mit Mit dem Ohr am Teleskop führte ich allgemein in das Thema ein.

Im Artikel Klingende Planetenbahnen könnt ihr hören, was ich mit dem Klang der Planetenbahnen meinte.

Nun hoffe ich, dass ihr nicht völlig erschlagen seid von dieser Fülle an Informationen.

Alles gute und bis zum nächsten mal grüßt euch
euer Gerhard.

Klingende Planetenbahnen


Seid herzlichst gegrüßt,
Vor einigen Artikeln startete ich die Serie “Mit dem Ohr am Teleskop”.
Mit dem Ohr am Teleskop

Im ersten Teil befassten wir uns mit der Weltharmonik. Die alten Pythagoräer glaubten, dass sich die Planetenbewegungen in harmonische Gesetze erklären lassen. Ähnlich der Intervalle, aus denen unsere Musik besteht. Noch Johannes Kepler versuchte, diese Weltharmonik zu finden und musste dann feststellen, dass sich die Planetenbahnen nicht ganz so harmonisch verhielten, wie er gerne gehabt hätte.

Trotz allem, lebt die Idee der Planetenmusik weiter und fasziniert bis heute.

Nun greife ich ganz tief in meine Kiste, und ziehe einen meiner ersten Texte, den ich jemals zu Astronomie schrieb, heraus.

Wer mal auf einem meiner Workshops oder Vorträge war, wird sich daran erinnern, dass wir uns die verklanglichten Planetenbahnen anhörten. Ich lernte diese Klänge in den Sendungen von Joachim Ernst Behrendt, “Nada Brama” und “Das Ohr ist der Weg”, vor fast dreißig Jahren, kennen.

Glücklicherweise sind diese Klänge auch öffentlich im Internet zu finden, so dass ich sie hier präsentieren kann, ohne Urheberrechte zu verletzen.

Bevor es los geht, werde ich einige allgemeine Dinge zur Verklanglichung, auch sonifizierung, von Daten erleutern, damit die Idee klar wird, die hinter all dem steckt.

Jeder, der nach Noten musiziert, verklanglicht Daten. Die Notenschrift ist im Grunde eine graphische Darstellung von Intervallen und Tonlängen und eventuell noch Lautstärke und Tempo.
Was auf dem Notenblatt steht, wird Musik, indem der Inhalt interprätiert und in ein Musikinstrument gegeben wird.
Die Noten selbst sind nicht die Musik, sondern höchstens die Idee oder die Spielanweisung.
Es gibt auch nicht nur eine graphische Notation für Musik. Nun kann man sich überlegen, auch andere Daten zu verklanglichen.

Hier ein einfaches Beispielvon Sonifizierung:
Kein Fernsehfilm, in welchem eine Szene auf einer Intensivstation vorkommt, wäre denkbar, ohne das rhythmische Pipsen des Herz-Sensors zu hören. Das ist die Verklanglichung des Herzschlages, oder Pulses des Patienten.
In diesem Fall dient der Klang dazu, auch ohne Sichtkontakt zu wissen, wie es um den Patienten steht. Das Tempo der Tonfolge zeigt den Pulsschlag an, der dann vom Arzt verstanden werden muss.
Der Pipston könnte ebenso ein Trommelschlag oder Knacken sein.

Viele Sonifizierungen beziehen noch die Tonhöhe mit ein.
Das Variometer eines Segelflugzeuges zeigt via ansteigender oder fallender Töne an, ob sich das Flugzeug im Steig- oder Sinkflug befindet.
Segelflieger mögen mir hier verzeihen, dass ich etwas ungenau bin, aber für den Moment reicht es so.

Somit haben wir also als ersten Parameter die Zeit und als zweiten Parameter die Tonhöhe.
Damit kann man alle zweidimensionalen Daten verklanglichen, wenn man die Tonintervalle entsprechend klug wählt.

Zu jedem Zeitpunkt X, lässt sich ein Wert Y ablesen, der mittels eines Tones ausgegeben wird.
Ändert sich die Tonhöhe nicht, bedeutet das, dass y immer gleich bleibt. Wir haben eine Parallele zur X-Achse.

Steigt der Ton gleichmäßig an, könnte es sich um eine steigende Gerade handeln.

Hören wir eine auf- und absteigende Tonfolge, ist es vielleicht ein Sinus.

Eine Parabel Ax^2 +bx +c, mit a>0,

wäre dann ein zunächst sehr schnell abfallender Ton, dessen Fallen immer langsamer wird. Nach dem Durchgang durch ihr Minimum, würde der Ton zunächst langsam, dann aber immer schneller ansteigen, bis er vermutlich den Hörbereich verlässt.
Mein Farberkennungsgerät zeigt Lichtintensitäten mittels Tonhöhen an.

Ein derartig zweidimensionales Klangsystem reicht schon aus, um die Bahnen unserer Planeten zu verklanglichen.
Johannes Kepler schrieb ein Buch darüber, wie man die Bahnen der Planeten sich musikalisch vorstellen kann. Er legte die Umlaufbahn des Saturn auf das tiefe G, etwas jenseits des linken Endes einer Piano-Tastatur und verteilte dann die Intervalle der anderen Umlaufbahnen auf die Tastatur.

Trägt man die Geschwindigkeiten der Planeten auf der Y-Achse ab und den zeitlichen Verlauf auf X, dann erhält man eine regelmäßige Welle für jeden Planeten. Befindet sich der Planet nahe der Sonne auf seinem Perihel, so bewegt er sich etwas rascher. An seinem sonnenfernsten Punkt, dem Aphel, ist er am langsamsten. Dazwischen sind dann alle anderen Werte. Inhaltlich beschreibt das Kepler in seinem zweiten Gesetz.

Es besagt, dass wenn man einen Fahrstrahl vom Stern zum Planeten zieht, dieser in gleicher Zeit stets gleich große Flächen überstreicht.

Daraus folgt, dass der Planet in Sonnennähe etwas schneller sein muss, als bei seinem Aphel. Wie stark diese Geschwindigkeit variiert, hängt von der Exzentrizität der Umlaufbahn ab.

Das erste Keplersche Gesetz besagt, dass sich Planeten auf elliptischen und nicht auf Kreisbahnen bewegen. Der Kreis ist ein Sonderfall einer Ellipse, bei dem beide Brennpunkte auf den selben Punkt fallen.

Ordnet man nun den Umlaufgeschwindigkeiten Töne nach der Idee Keplers zu, passiert folgendes.
Der Ton variiert um so mehr, desto elliptischer die Bahn des Planeten ist.
Merkurs Tonkurve variiert sehr stark, weil er eine sehr exzentrische Bahn hat.
Venus und Erde dagegen variieren nur wenig, da ihre Bahnen fast kreisförmig sind. Dieses Intervall, das zwischen der kleinen und der großen sechsten variiert, schwankt zwischen Dur und Moll.
Kepler nannte es daher das ewige Lied des Elends der Erde.

Mars variiert wegen seiner exzentrischen Bahn wieder sehr stark. Man muss hier aber dann schon etwas länger zuhören, weil er durch seine größere Entfernung zur Sonne dann schon langsamer ist.

Zwischen Mars und Jupiter ist eine große Lücke, in welcher der Asteroidengürtel Platz findet.
Das macht sich im Sprung eines großen Intervalles bemerkbar.

Saturn klingt dann schon sehr tief. Uranus und Neptun sind überhaupt nicht mehr als Töne wahrnehmbar. Ihre Frequenzen sind so tief, dass man sie nur noch als Rhythmen wahrnimmt.

Bei den äußeren Planeten ist es sehr schwer, die Exzentrizität der Bahnen zu hören, weil sich diese zeitlichen Umschichtungen innerhalb vieler Minuten bis Stunden sehr langsam vollziehen.
Außerdem waren Uranus und Neptun noch nicht bekannt, als Kepler die restlichen Umlaufbahnen auf eine Piano-Tastatur verteilte. Er ging davon aus, dass es keine weiteren Himmelskörper in unserem System mehr gäbe, weil er jede Umlaufbahn in einen der fünf platonischen Körper einschrieb.
Platonische Körper sind solche, die gleiche Flächen besitzen.
Am bekanntesten sind der Würfel und das Tetraeder.

Zwei Professoren, Willie Ruff & John Rodgers, haben in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts Keplers Umlaufbahnen und sein Vorschlag, diese musikalisch darzustellen, aufgegriffen und in einen Computer gespeist, der dann die Klänge synthetisch erzeugte.
Sie nutzten sogar noch das Sterio-Panorama, um das ganze noch etwas plastischer werden zu lassen.
Legt man die Sonne z. B. in den Nullpunkt eines Koordinatensystems, so gruppieren sich alle Planeten irgendwo um den Nullpunkt herum. lässt man sie nun laufen, drehen sie sich um den Nullpunkt.

Sie legten die Perihels der Planeten eher auf die rechte Seite und die Aphels auf die linke.
Somit entsteht fast der Eindruck von akustischen Kreisbahnen, wenn man sich das über einen Kopfhörer anhört.

Man ist quasi die Sonne und hört die Planeten um einen herum laufen.
Die Tonhöhe sagt etwas über den Abstand zur Sonne aus, und das Panorama gibt einem noch eine Positionsinformation.
Gernot Meiser vom AV-Atelier.de besitzt ein mobiles Planetarium. Er hat es geschafft, den Sound, den ich in meinem Vortrag abspielte, tatsächlich um das ganze Planetarium herum laufen zu lassen. Das war großartig.
Vielleicht erinnert sich ja der eine oder die andere noch daran, wie es sich in der Orgelfabrik Durlach, bzw. im Theater in Sarlouis, anhörte.

Jetzt wird es Zeit, sich mal anzuhören, worüber ich hier spreche.

Hier noch einige Hörhinweise, damit ihr euch in dieser Kackophonie zurecht findet.
1) Wir starten mit dem schnellen sausenden Merkur auf seiner stark elliptischen Bahn. Er pipst sehr hoch, weil er so nahe an der Sonne, und somit sehr schnell unterwegs ist.

2) Jetzt folgt das Moll-Dur-Duo von Venus und erde, das immer zwischen Moll und Dur variiert. Zuerst kommt die Venus und dann die Erde etwas später.

3) Nun folgt der Mars, dessen bahn stark elliptisch ist, was man im laufe des Stückes deutlich wahrnimmt. Wenn Jupiter dazu kommt, hört man sehr deutlich, wie Mars beschleunigt, weil er sich seinem Perihel nähert.

4) Der Sprung über den Asteroidengürtel hinweg zum tiefen brummenden Jupiter, ist unüberhörbar.

5) Nun setzt das ganz tiefe brummen des Saturn ein. Es kann sein, dass manche Lautsprecher oder Headsetz diesen tiefen Ton kaum noch darstellen können.

6) Die Planeten Uranus, Neptun und Pluto sind nur noch als Rhythmen wahrnehmbar. Der Uranus tickt so vor sich hin.
Dann folgt der Neptun als tiefere Trommel und ganz zum Schluss ertönt die Basstrommel des Pluto.

Im ersten Link zu meiner Aufnahme, habe ich den Pluto als Zwergplaneten weg geschnitten.
Im Interview mit Ruff, einem der Erfinder dieses Sonifizierungsprojekts der Keplerdaten, , ist Pluto noch dabei, weil er zu dieser Zeit noch Planet war.
Auch dieses Interview ist sehr hörenswert, allerdings auf Englisch.

Die sonifizierten Umlaufbahnen gab man sogar den Voyager-Sonden mit auf die Reise. Ich habe keine Ahnung, ob außerirdische Wesen, die nicht meinen Blog lesen, diese Sounds interpretieren können…

Jetzt wünsche ich erfolgreiches Hören.

Zuden klingenden Bahnen

Hier nun das erwähnte Interview eines der beiden Erfinder dieses Sonifizierungs-Projekts.

Zum Interview auf Youtube

Nun hoffe ich, dass euch diese Sounds ebenso faszinieren, wie mich schon seit Jahrzehnten.
Bis zum nächsten Mal grüßt euch

euer Gerhard.

Sternschnuppen Sehen und Hören


Liebe Leserinnen und Leser,
Heute geht es um Sternschnuppen im Sommer, um die Perseiden. Es geht auch darum, wie man sie sehen, aber auch hören kann.

“Wie bitte, hören?” Ja, genau, hören.

 

Die Perseiden oder auch Laurentiustränen, Tränen des Laurentius genannt, sind ein jährlich im Sommer wiederkehrender Meteorstrom, der in den Tagen um den 12. August ein deutliches Maximum an Sternschnuppen aufweist. Der scheinbare Ursprung dieses Stroms, liegt im namensgebenden Sternbild Perseus.

Das Sternbild soll die Gestalt des griechischen Helden Perseus darstellen, der die tödliche Medusa besiegte. Der Stern Algol repräsentiert das abgeschlagene Medusenhaupt, das er in der Hand hält.

Perseus gehört zu den 48 klassischen Sternbildern, die von Ptolemäus beschrieben wurden.
Bereits im Mittelalter hatten arabische Astronomen die eigenartige Verdunklung des Sterns Algol beobachtet. Der Name leitet sich aus dem arabischen Ras al Ghul ab und bedeutet Haupt des Dämonen.

In meinem Buch im Kapitel “Wissenschaftler mit vier Sinnen” berichte ich über den gehörlosen Astronomen John Goodricke, der sich mit Sternen beschäftigte, die ihre Helligkeit ändern.
Zurück zu den Perseiden:

Vom 17.Juli bis zum 24. August kann vermehrt mit Sternschnuppen gerechnet werden.

Diesmal fällt das Maximum, die Nacht vom 12. auf den 13.08. auf kurz nach Neumond, denn amm 11.08. findet, leider nicht bei uns,  eine partielle Sonnenfinsternis statt, die es nur bei Neumond geben kann.

Für Sternschnuppenjäger bedeutet das, dass der Himmel nicht störend vom Mond aufgehellt wird. Somit steigen die Chancen, Sternschnuppen zu entdecken.
Am besten beobachtet man die Sternschnuppen an einem möglichst dunklen Ort auf dem Land, wo kein Stadtlicht stört. Man legt sich am besten auf eine Wiese auf den Rücken und wendet nach Mitternacht den Blick gen Osten, also in Richtung Erddrehung. Man dreht sich dann quasi mit der Erde in den Meteorschauer hinein.

Am besten sichtbar sind die Perseiden auf der Nordhalbkugel.
Hörbar sind die Perseiden zumindest für Amateurfunker, die einen Empfänger und eine passende Antenne besitzen, auch.

Diese Disziplin des Amateurfunks nennt man Meteor Scatter.

Das ist dann auch wieder mal was für “Das Ohr am Teleskop”.
Wer einen passenden Empfänger und eine Antenne besitzt, kann das Französische Radar-Signal des Weltraumradars GRAVES benutzen. Dieses französische Radarsystem sendet auf 143,050 MHz einen Dauerträger, Dauerton, der über Phasenarray-Antennen den Himmel “abtastet”. Meteoriten, aber auch andere Objekte (Flugzeuge, Satelliten, die ISS, der Mond) reflektieren das Signal und streuen es in alle Richtungen, und diese Reflexionen können dann in Europa gut empfangen werden. Anhand der Doppler-Abweichung erkennt man dann, welches Objekt das Funksignal reflektiert hat: der Mond oder Flugzeuge bewirken eine sich nur langsam ändernde Dopplerabweichung, bei Objekten in Erdumlaufbahn ändert sich die Abweichung schnell, und bei Meteoriten extrem schnell.

Als Einstieg in den Empfang von Signalen des GRAVES Radars empfiehlt es sich, den Aufsatz von Rob Hardenberg, mit Rufzeichen PE1ITR, zu lesen.

Dank @dbsv-jugendclub gibt es hier einen Link, wie sich das anhört.
“Sternschnuppen hören”

Was sind nun die Perseiden?

Die Perseiden bestehen aus dem, was der Komet 109P/Swift-Tuttle. bei seinen letzten Besuchen durch erwärmung, schmelzen etc. verloren hat.
Er erscheint ungefähr alle 130 Jahre und entfernt sich dann stets etwas schlanker, als er vorher war. Das nächste Mal wird er um das Jahr 2126 erwartet. Ganz genau kann man das bei Kometen nie sagen, weil ihre Bahn von den Planeten gestört werden können, bzw. sie selbst ihre Bahn ändern, wenn sie aktiv sind. Dann wirkt sich die Aktivität wie kleine Schubdüsen aus.
Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn immer um den 12. August die Staubspur, die dieser Komet im All hinterlässt, wenn er vorbei kommt. Die Staubteilchen treffen dabei mit hoher Geschwindigkeit auf die Atmosphäre und bringen die Luftmoleküle zum Leuchten. Die Sternschnuppe ist daher nicht das verglühende Staubkorn selbst, sondern wird durch das Rekombinationsleuchten der ionisierten Luft sichtbar.

Momentan werden die zu erwarteten Sternschnuppen jedes Jahr immer weniger, weil zum einen schon viel in der Erdatmosphäre verglühte und zum anderen sich der Kometenstaub, immer mehr verteilt und somit ausdünnt.

Es wird Zeit, dass er mal wieder vorbei kommt, und seine Bahn für uns mit neuem “Sternenstaub” auffüllt.

Eines Tages wird der Komet vollständig aufgelöst sein.

Dann wird es die Perseiden nicht mehr geben, weil kein Nachschub an Staub mehr kommt.

Die erste überlieferte Beobachtung der Perseiden fand vor etwa zwei Jahrtausenden in China statt. Danach gibt es Berichte aus Japan und Korea. In Europa stammt die erste bekannte Beobachtung aus dem Jahr 811.
Da das Erscheinen der Perseiden mit dem Fest des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt, der im Jahre 258 das Martyrium auf einem glühenden Rost erlitt, werden sie im Volksmund auch Laurentiustränen oder Tränen des Laurentius genannt. Kurz vor seinem Tod soll Laurentius der Legende nach seinem Widersacher, dem römischen Kaiser Valerian, die folgenden Worte gesagt haben: „Du armer Mensch, mir ist dieses Feuer eine Kühle, dir aber bringt es ewige Pein.“
Hach, wie ist das einfach nett, wenn man in der Astronomie so schön vom Höckchen auf’s Stöckchen kommt.

Jetzt wünsche ich ihnen und euch viele schöne klare Sommernächte mit vielen Sternschnuppen und Wünschen, die dann in Erfüllung gehen.

 

Ihr und euer Gerhard.

Mit dem Ohr am Teleskop


Liebe Leserinnen und Leser,

nun melde ich mich mit einer neuen Idee für meinen Blog zurück.

hier soll in unregelmäßigen Abständen eine kleine Serie von Artikeln entstehen, die sich mit Audio-Astronomie beschäftigt, “Das Ohr am Teleskop”.

Selbstverständlich kann so direkt nichts durch das Weltall klingen, denn dort herrscht ein Vakuum. Schall benötigt aber im Gegensatz zu Licht, ein Medium, durch welches er sich fortpflanzen kann. Dennoch gibt es im wesentlichen vier Möglichkeiten, sich gewisser astronomischer Phänomene oder Vorstellungen akustisch anzunähern.

* Verklanglichung von Bewegungen am Himmel

* Sonifizierung gewonnener Daten

* Radioastronomie und ihre Sounds

* Beben der Raumzeit

Beginnen wir heute mit der Klang-Idee des Himmels und der Bewegung seiner Objekte, der ältesten Idee von Klang und Astronomie.

Dies ist eine sehr alte, von Menschen gemachte Idee. Sie geht zurück auf Pythagoras (570 – 510 v. Chr.) Er glaubte und suchte nach der Lehre der absoluten Harmonien. Er fand sie in der Mathematik und in der Musik, indem er auf einem Monochort die Seite verschieden teilte. Teilt man sie in der Hälfte, erhält man die Oktave, das Tonverhältnis 1 zu 2. Drittelt man sie, entsteht die Quinte und so weiter. Man kommt so durch die gesamte Obertonreihe.

Hier könnt ihr hören, was ich meine.

https://www.youtube.com/watch?v=Oy-0kXXqHqk

Pythagoras hielt den Himmel für dermaßen Perfekt und unveränderlich, dass er davon überzeugt war, dass die Bahnen der Planeten nichts anderem gehorchen konnten, als der absoluten Harmonie der ganzen Zahlen, Zahlen ohne Rest.

Selbst Johannes Kepler schrieb ein Buch über musikalische Harmonien und die Bewegung der Planeten. Auch er glaubte an derartige Gesetze. “Gäbe man dem Himmel Luft”, sollte wahrhaftig Musik erklingen, schrieb er sinngemäß in Harmonice Mundi. Schließlich musste er diese Meinung aufgeben, weil seine Daten zeigten, dass die Planeten sich auf elliptischen Bahnen und nicht auf perfekten Kreisbahnen bewegten. Seine Harmonielehre passte er diesbezüglich an, dass nun halt die Töne der Umlaufbahnen leicht variierten, je nach dem, wo der Planet sich gerade auf seiner Bahn befindet. Ist er nahe seines Perihels, dem sonnennächsten Punkt seiner Bahn, so bewegt der Planet sich etwas rascher, was seinen Ton höher klingen lässt. Ist er bei seinem Aphel, seinem sonnenfernsten Punkt, ist er langsamer, und sein Ton daher etwas tiefer. Keplers erstes Planetengesetz besagt, dass Planeten sich elliptisch um ihr Muttergestirn bewegen, deren einer Brennpunkt der Stern darstellt. Sein zweites Gesetz besagt, dass der Strahl, der den Planeten mit seinem Stern verbindet, stehts in gleicher Zeit, die gleiche Fläche überstreicht. Das geht nur so, indem er in Sternnähe schneller ist, als fern vom Stern.

 

Die Klangidee des Sonnensystems findet sich sogar auf den Golden Records, Das sind die mit Audio bespielten Schallplatten, die man den Voyager-Sonden I und II mitgegeben hat, in der Hoffnung, die außerirdischen Finder der Sonden, könnten diese Klänge als ein aus mehreren Planeten bestehendes Sonnensystems, interpretieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Voyager_Golden_Record

Bis in die Quantenphysik hinein wird bis heute vom kosmischen Tanz gesprochen.

Und wie funktioniert diese Klang-Idee?

Man setzt hier Himmelsbewegungen zueinander ins Verhältnis. So stellt beispielsweise das Verhältnis der Umlaufzeit von Erde und Mars, Mars braucht nahezu zwei Erdenjahre für seinen Umlauf, musikalisch fast die exakte Oktave dar.

Stimmt nicht ganz, da die Marsbahn deutlich exzentrischer ist, als die Erdbahn.

Da das Interval zwischen Erde und Venus durch die elliptischen Bahnen zwischen einer kleinen und einer großen Sechst schwankt, nannte Kepler dieses etwas traurig zwischen Moll und Dur schwebende jammernde Lied, das ewige Lied des Elends der Erde.

Es gibt noch viele andere Verhältnisse, z. B. 2/3, 3/4 etc. Genau, wie in der Musik gibt es auch Disonanzen, “Töne” die sich reiben und Resonanzen “Töne die sich aufschaukeln und immer lauter werden.

Das kann dazu führen, dass ein Himmelskörper, beeinflusst durch die Gravitation beispielsweise des Jupiters, durch dieses Resonanz-Verhältnis, auf eine andere Bahn gezwungen, oder gar aus dem Sonnensystem herausgeworfen wird. In manchen Parks stehen sog. Chinesische Brunnen. Das sind mit Wasser gefüllte Metallbecken bei denen man durch Reiben an in den Becken angebrachte Metallstangen, das ganze System in Schwingung versetzen kann. Die kann so stark werden, dass das Wasser Fontänenartig, das Becken verlässt.

https://www.youtube.com/watch?v=AIIcK9Cwx08

Bis heute ist die Klangmystik des Sonnensystems nicht tot. Manche esoterisch veranlagten Menschen glauben daran, dass man die Eigenschaften, die den verschiedenen Himmelskörpern zugeordnet werden, dadurch in sich spüren kann, indem man zu den Tönen der jeweiligen Himmelskörper meditiert.

Das simple Verfahren, diese Töne zu berechnen, stammt von Hans Cousto.

Wenn ein Vater mit seinem kleinen Kind ein Lied singt, so wird er es in der Regel ein bis zwei Oktaven tiefer singen. Niemand würde aber behaupten, das beide deshalb ein unterschiedliches Lied sängen. Es ist dasselbe lied. Wenn man nun die Umlaufzeit der Erde, den Tag-Nacht-Rhythmus oktaviert, also immer verdoppelt, dann kommt man so nach 20 oder mehr mal frequenztechnisch in den hörbaren Bereich. Die Erde steht für sich erden, sich verorten Grund unter den Füßen zu haben, wie ein Baum zwischen Himmel und Erde zu stehen, etc. Wer das glaubt, ist davon überzeugt, dass er oder sie diese Eigenschaften für sich empfängt, wenn man zu diesem sog. Erdenton meditiert.

Er klingt so:

https://www.youtube.com/watch?v=rVjQEsSWpk8

Dasselbe kann man mit dem Jahreslauf der Erde um die Sonne treiben. Sie steht für Licht, Wärme, Klarheit, Leben etc. Indische Tempelgongs sind häufig auf den Sonnenton gestimmt.

https://www.youtube.com/watch?v=WY3rrDyiLmo

Für viele spielt der oktavierte Mondton, der sich aus einem synodischen Monat ergibt, eine große Rolle. Teure Windspiele sind oft auf einen dieser Töne gestimmt.

https://www.youtube.com/watch?v=x6pnsEh1EuQ

Leider habe ich grad auf die Schnelle kein besseres Beispiel gefunden.

Tatsache ist, dass vor wenigen hundert Jahren, als der Kammerton noch tiefer war, als heute, die Mitte der Oktave, das G, mit dem Erdenton zusammen fiel.

Im zuge der technischen Entwicklung der Musikinstrumente zog deren immer höhere Brillanz mit der Zeit den Kammerton in die Höhe. Heute liegt er bei 440 Herz, 440 Schwingungen pro Sekunde. Früher betrug er eher nur 400 Herz.

Viele kennen noch die Tonleiter

“Do, Re, Mi, Fa, Sol, La, Si” und die Bewegungen, die man dazu machte.

Man beachte die Mitte der Tonleiter, den Grund, Sol.

Ich bin eher nicht so esoterisch. Ich denke aber schon, dass diese Grundempfindungen und Ideen für musikalische Menschen nicht ganz zufällig sind.

Wir sollten diese Ideen längst vergessen haben, wenn sie sich für überhaupt nichts und niemanden bewährten.

Auf jeden Fall waren diese alten pythagoräischen Gedanken ein Aufbruch zu einer neuen Astronomie, die gerade erst so richtig Fahrt aufnimmt. Deshalb sollten wir sie respektvoll und historisch betrachten, behüten und bewahren.

Im Nächsten Artikel dieser Serie wird es dann um die Verklanglichung von beobachteten und darauf fußend berechnete daten gehen.
Dieser Artikel ist inzwischen unter dem Namen “Klingende Planetenbahnen” erschienen.
Zu Klingende Planetenbahnen- –
Bis dahin grüßt euch ganz herzlich

Euer Gerhard.

Willkommen auf Blindnerd.de


Für alle, die sich für wissenschaftliche und technische Themen interessieren, könnte dieser Blog spannend sein. Nur einen Unterschied wird es geben. Die Themen werden stets aus der “Sicht” eines Menschen mit Blindheit, betrachtet werden. Ich möchte hier mit Ihnen und euch teilen, was mich in meinem Leben fasziniert, wofür ich mich begeistere und wie gerne ich mich derartigen Themen nähere und austausche.

Vor allem die Astronomie wird hier häufig erscheinen, denn sie ist meine Passion. So erschien mein Buch “Blind zu den Sternen – Mein Weg als Astronom” im Oktober 2015 im Aquensis-Verlag Baden-Baden.

Blindnerd soll aber nicht nur meine Themen veröffentlichen. Jeder oder jede andere Blindnerd kann mir Artikel schicken, die für uns interessant sein könnten. Der oder die Nerd müssen hierzu nicht unbedingt blind sein.

Nun hoffe ich, dass wir hier eine lustige und spannende Community aufbauen mit viel Austausch und Freude an der Sache. Willkommen sind auch all jene, die den Blog einfach nur lesen möchten.

Es grüßt Sie und euch bis zur nächsten, der ersten inhaltlichen Folge,

Gerhard.