Sonnen- und Mondfinsternisse 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

 

aus aktuellem Anlass, kann ich mit dem Blog schlecht bis Sonntag warten.

heute Abend, 15.02.2018,  findet zwischen ungefähr 20:00 Uhr und 0:00 Uhr eine partielle Sonnenfinsternis in der Antarktis statt. Die Sonnenscheibe wird während der maximalen Bedeckung zu ungefähr 60 % unter der Mondscheibe verschwinden.

Ihr wundert euch jetzt vielleicht, dass das Ereignis Stunden dauert. Meist wird, zumindest bei einer totalen Finsternis nur die eigentliche Totalität betrachtet. Das sind dann nur wenige Minuten. Das ganze beginnt aber schon viel früher. Von links schiebt sich die Mondscheibe langsam über die Sonne und gibt sie dann nach der Totalen Bedeckung langsam wieder frei.Wie gesagt. Das heute ist keine totale Sofi, sondern nur eine partielle.

Die Forscher auf der Neumayer-III-Station können das beobachten. Immerhin beginnt die Wahrnehmung der Verdunkelung ungefähr bei einer Bedeckung von 50 %.

Vielleicht sehen es auch noch einige wenige Menschen in Chile oder Uruguay. Möglicherweise wundern sich auch noch die Pinguine darüber, Deren Augen sind besser an die gleißende Helle von Sonne, Schnee und Eis adaptiert, so dass sie eventuell ohne Schutzfolie hineinsehen könnten.

Die Sonne geht sogar noch leicht verfinstert unter.

Ansonsten brauchen keine Lehrer Schüler einsperren, oder gar vor giftigen Strahlen schützen, wie das bei der Sonnenfinsternis vom 20.03.2015 leider geschehen ist. Diese war in Norddeutschland zu über 80 % bedeckung sichtbar. Bei uns hier in Süddeutschland immerhin noch zu um 60 %. Ich tat damals meinen Unmut darüber kund, dass Kindern dieses Schauspiel vorenthalten wurde.Es wurde auch auf einem Workshop der Deutschen Astronomischen Gesellschaft, wo ich Mitglied bin, diskutiert.

 

Jetzt aber zurück nach 2018.

Ihr erinnert euch. Der zweite, blaue Supervollmond im Januar, war eine Mondfinsternis, von der wir aber leider nichts hatten, weil es bei uns gerade Mittag war.

Der Vollmond (Ostervollmond am Ostersamstag, 31.03. wird auch ein Blauer Mond sein, aber keine Mofi.

Und das ist noch längst nicht alles. Am Freitag, den 13. Juli werden wir wieder eine partielle Sonnenfinsternis haben. Auch diese wird weitgehend ins Wasser fallen, zwischen Australien und die Antarktis.

Genau an dem Tag, wo ich in Urlaub nach Österreich fahren werde, dem 27.07. werden wir unsere diesjährige Mondfinsternis haben. Die wird gut beobachtbar sein. Darüber schreibe ich aber extra.

Am 11.08. findet eine partielle Sonnenfinsternis über der Arktis und Nordeuropa statt. Wir werden viel davon sehen.

Also für Finsternissüchtige, auch Eclipse Chasers genannt, ist das kein gutes Jahr. Zum einen finden die Sofis dort statt, wo man schlecht bis gar nicht hinkommen kann, und zum anderen sind sie dann für denjenigen, der alle Strapazen und Mühen auf sich nimmt, um zur Stelle zu sein, nicht mal total.

Das bedeutet, man wird keine Korona, keine Perlenschnur, keine Protuberanzen und auch keine Sterne am Tageshimmel sehen.

 

Apropos 11. August und Finsternis. Klingelt es da bei jemandem?

Am 11.08.1999 hatten wir eine in Deutschland gut sichtbare totale Sonnenfinsternis. Die nächste wird erst wieder 2081 zu sehen sein. Zu weit weg für mich. Ich muss Glück haben, wenn ich den Halleyschen Kometen nochmal erleben darf.

Und so viel Werbung muss erlaubt sein:

Schön nachzulesen ist sowohl diese Finsternis vom 11.08.1999, als auch der Halleysche Komet (Giotto-Mission 1986) in “Blind zu den Sternen” von mir.

Mit seinem Buch “Schwarze Sonne, roter Mond” bereitete Prof. Dr. Rudolf Kippenhahn, mittlerweile 92 Jahre alt, uns hervorragend auf dieses Ereignis vor.

 

Dann hoffen wir mal, dass die Seeleute, die sich heute Abend um das Kap Hoorn herum befinden, sich nicht zu sehr mit dem Wetter herumplagen müssen. Die alten Segler, hätten mit dem Ereignis vermutlich etwas abergläubisches verbunden.

Und euch wünsche ich, dass euch der Beitrag gefallen hat.

Es grüßt euch

euer Gerhard.

 

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