Österliche Mondgedanken


Meine lieben,
die Spatzen pfeifen es von den Dächern und die Medien lassen auch gelegentlich davon hören, obwohl ich mir in dem Fall etwas mehr Medienrummel erwartet und vielleicht auch gewünscht hätte.
Nun ja, heute ist eine andere Zeit. Das mediale Angebot ist riesig groß, so dass es, eigentlich nur dieses Ereignis und vielleicht parallel dazu noch eine langweilige Volksmusik-Sendung gegeben hat.

Ja klar, ihr wisst es schon. es geht um die österliche Mondumrundung von Artemis 2 mit vier Astronaut:innen, wovon eine eine Frau und ein weiterer ein People of Collor ist. Das ist selbst für die heutige Zeit bemerkenswert.
Bin nicht sicher, ob ein gewisser Herrscher über einen gewissen Kontinent das nicht gerne geändert hätte. Aber solch eine Crew kann man selbst dann nicht, wenn man D.T. heißt, so einfach auseinander reißen.
Und das letzte, was ich im Zusammenhang mit diesem Mann noch zu sagen habe ist: Ihm gönne ich diesen wunderbaren Erfolg sicher nicht. Meine Hochachtung gilt jenen, die das überhaupt ermöglicht haben. Und da ist Europa mit Deutschland ganz vorne dabei. Wir bauen das Service-Modul, ohne das kein Leben in der Kapsel möglich wäre. Und für all jene freue ich mich, erhebe die Gläser und lasse sie hell erklingen.
So, und jetzt Schluss mit Politik und allem.

Spannend an diesem Artikel ist, dass ich selbst auch noch nicht weiß, wo er hin führt.

Das übliche, wie Missionsablauf, eventuelle Interviews, Daten zu Rakete, Mannschaft oder Raumkapsel, die Flugbahn und alles, erklären euch die Medien, Youtube, Wiki, und wie sie alle heißen, viel besser als ich. Lasst uns also nach dem schürfen, das unter der Oberfläche liegt…

Ostern ist auf diesem Blog in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer Chance geworden, mal die Perspektive zu wechseln. Erinnern wir uns beispielsweise an den außerirdischen Raumfahrer, der sich zum letzten Osterfest der Erde näherte, und unsere ganzen Radiobotschaften angehört und kommentiert hat. Das wurde von euch sehr gut aufgenommen, wofür ich sehr dankbar bin.

https://blindnerd.de/2025/04/17/ein-anlass-und-was-waere-wenn/

Einen anderen Perspektivwechsel betrachteten wir, indem wir uns den Traum vom Mond von Johannes Kepler ansahen.

https://blindnerd.de/2018/10/23/zum-vollmond-heute-nacht-eine-mondgeschichte/

Da Ostern ja auch immer das Fest des Lebens und des Erwachens mit Hasen, eiern und allem ist, suchten wir nach dem, was alle Apollo-Astronauten auch nicht fanden, dem Mondhasen.
https://blindnerd.de/2022/04/17/der-mondhase/

Schön österlich ist auch, wenn man sich mal damit beschäftigt, wie andere Kulturen die Entstehung des Lebens, des Menschen und des Kosmos sich vorstellen.

https://blindnerd.de/2020/04/10/das-kosmische-ei/

Und ja, wir wissen alle, dass Weihnachten und Ostern Beginn und Enden des Mannes Geschichte markieren, an den wir Christen glauben. Für uns ist hier ganz besonders die Weihnachtsmondfahrt interessant, weil Weihnachten 1968 die Apollo8-Mission genau das tat, was jetzt über dieses Osterfest um den Mond passiert.
Und natürlich. Jeder Versuch, den Mond zu erreichen, ihn zu umrunden und eventuell dann auch auf ihm zu landen, erinnert uns an Jules Vernes Buch „Die Reise zum Mond. Dieses verglich ich mit dem Missionsablauf von Apollo8 in meiner Weihnachtsmondfahrt in

https://blindnerd.de/2019/12/16/die-weihnachts-mondfahrt-von-apollo-viii-undie-befluegelnden-ideen-dazu-aus-der-literatur/

Sicherlich weichen im Vergleich Atemis2 mit Jules Vernes Buch deutlich mehr Dinge voneinander ab, als bei Apollo8. Aber was ich so mitbekomme ist dann doch einiges bis hin zum Aufbau der heutigen Rakete verglichen mit der Saturn V bei Apollo, doch wieder recht ähnlich. Es ist ein bisschen Apollo, und mit den seitlichen Feststoffboostern auch etwas Space Shuttle.
Die Flugbahn ähnelt derjenigen, welche die Astronauten aus Apollo13 rettete. Was dem Raumschiff auch immer geschieht. Es wird durch die Schwerkraft des Mondes selbst, auf jeden Fall auf die Erde zurück geworfen.
Ich finde, dass das nichts macht. Wieso sollte man alte Konzepte verwerfen, wenn sie sich bewährt haben. Schauen wir uns nur an, wie erfolgreich die russische Raumfahrt bis heute mit ihren alten aber guten Kapseln ist.
Bei der Kapsel, also der Orion, dürfte es aber nur wenig Parallelitäten geben. Hier kommen doch deutlich neuere Technologien zum Einsatz. Es wäre wirklich mal spannend, auch ein Legoset der aktuellen Mission zu bekommen. Bisher habe ich aber noch keines gefunden. Wenn jemand eines hat, bzw. weiß, ob, und wo es eines gibt, dann her damit… Ich würde dann beide nebeneinander stellen, und man würde die Unterschiede rasch bemerken.
Auch die Landefähre wird komplett neu sein, und nur weniges von der alten enthalten. Ich hoffe nur, dass sie diesmal nicht so dumme Fehler gemacht haben, in das Raumschiff runde, und in die Fähre Eckige Luftfilter eingebaut zu haben. Diese Aktion, und wie die Astronauten dann doch noch das runde in das eckige bekamen, mit Hilfe eines Buchdeckels, Klebeband und eines Kanisters, kann man sehr schön im Film Apollo13 erleben.

Wie auch immer. Ich habe noch kein Modell und weiß die Details auch nicht so genau.

Was an dieser Stelle wichtig ist. Wir haben jetzt auch eine Mondumrundung, die sehr oft in unsere Ostertage fällt.
Bis der erste April zwar wieder auf einen Vollmond fällt, dauert es nach dem griechischen Meto-Zyklus zwar 19, bzw. 38 Jahre, hängt von den Schalttagen ab, aber überlappen dürfte sich diese Mission mit Ostern trotzdem häufiger.

Von da her kann es schon mal sein, dass Ostern am 01.04. schon vorbei ist, oder noch gar nicht begonnen hat.
Wer das nochmal nachvollziehen möchte, wie das alles sich fügt und berechnet, darf ich auf meinen fast ersten Artikel schicken, den ich vor neun Jahren überhaupt veröffentlicht habe.

https://blindnerd.de/2018/03/27/wieso-ist-ostern-2018-so-frueh-und-manchmal-so-spaet/

Ohne Mond könnten wir Ostern überhaupt nicht so berechnen, wie wir es aktuell tun.
Entweder, wir wählten z. B. den Frühlingsanfang als Ostertag, dann wäre es halt kein Ostersonntag mehr. Man könnte es auch, wie z. B. den Muttertag als zweiten Sonntag im April feiern. Dann variiert halt das Datum.

Tja, spätestens dann, wenn wir mal andere Planeten besiedeln, dann müssen wir uns überlegen, ob wir unabhängig, wie dann bei uns die Monde, die Jahreszeiten, und das Sonnenjahr dann sein werden, Ostern einfach nach dem irdischen Datum gemeinsam mit unseren Mitchristen feiern möchten, oder ob wir die Feiertage bezogen auf unseren Neuen Planeten, bzw. unser neue erobertes Sternsystem beziehen möchten.
Das kann sehr doof laufen, denn je nach dem, dauern unsere Jahre und Jahreszeiten deutlich länger oder kürzer, auf dem Mars ungefähr doppelt so lang.
Und auf dem Mars hätten wir dann noch das Problem bei der derzeitigen Namensgebung seiner Monde, dass wir uns zwischen Phobos, der Angst, und Deimos, dem Schrecken, entscheiden müssten, welcher der beiden Monde unsere Orientierung für Mars-Ostern sein soll. Beides keine guten Motive, Osterangst oder Osterschreck.

Sollten wir auf dem Mond leben, so dauern unsere Tage fast einen halben Monat lang. Auch irgendwie unpraktisch. Aber dort hätten wir wenigstens von der Erde aus betrachtet unseren Frühlingsvollmond.

Ja, den vielleicht, aber ohne Mond ist die Frage, ob wir überhaupt einen Frühlingspunkt im herkömmlichen Sinne hätten. Wahrscheinlich eher nicht, denn unser Mond stabilisiert unsere Erdachse. Ohne ihn würde die Erde deutlich mehr taumeln und eiern.

Nicht zuletzt ist der Mond durch seine Schwerkraft mit dafür verantwortlich, dass wir ein so stabiles Klima haben, das es ohne Ebbe und Flut nicht gäbe.

Könnten wir auf einem unserer äußeren Planeten unsere Zelte aufschlagen, dann hätten wir so viele Monde zur Auswahl, dass wir dann vermutlich den richtigen Ostermond verwechseln würden.

Nun gut. die Gasriesen haben quasi keinen Boden. Da müsste man dann schon eine Stadt in die Wolken bauen, wie in Starwars2, Das Imperium schlägt zurück.

Wie gesagt. Das setzt tatsächlich ein Zeichen, dass diese Crew so durchmischt ist.
Aber tragisch finde ich es schon, dass dieser neue Aufbruch zum Mond parallel zu diesem unsäglichen Kriegen läuft. Das war bei Apollo leider auch so, der Vietnam-Krieg.
Eigentlich sollte die Menschheit diesen neuen Aufbruch zum Mond so hoch bewerten, dass die Waffen während der ganzen Mission auf der Welt schweigen sollten.

Es gibt wieder so ein Wettlauf, diesmal zwischen China und den USA, aber meine Hoffnung ist schon, dass man weitere Pläne mit dem Mond hat, als zu Apollo-Zeiten. Dort hat es ja, als der Jagdinstinkt dann befriedigt war, niemanden mehr interessiert.
Hoffen wir das beste.
Das waren sie, meine österlichen Mondgedanken.

Es grüßt ganz herzlich der Sternenonkel.

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